Kursdetails

Videoworkshop: „Vorurteile – Macht – Diskriminierung und Veränderung“ mit dem Anti-Bias-Ansatz beleuchten

Was können wir als Führungskräfte aus der Aufarbeitung in der Vergangenheit lernen und wie können wir heute Mechanismen von Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung erkennen und diesem entgegenwirken?  Wie können wir zu einer konstruktiven Veränderung sowohl auf der Führungsebene als auch in dem Mitarbeiter*innenschaft beitragen?

Als Führungskräfte sind wir Vorbilder für unsere Kolleg*innen. Umso wichtiger ist es, dass auch wir uns sichtbar für die Kolleg*innen in Bezug auf Diversität und Diskriminierung im Arbeits(-alltag) auseinandersetzen, um Veränderung mit anzustoßen. Zunächst müssen wir anerkennen, dass es Diskriminierung in unserer Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Formen gibt, was dazu führen kann, gewaltvolles Verhalten zu legitimieren. Leider machen diese Mechanismen nicht halt vor unserer Einrichtung, sondern wirken auch in unsere Strukturen hinein. Gespräche darüber sind für alle oft nicht einfach und werden oft vermieden.

In diesem Prozess ist es wichtig, sich der eigenen Macht als Führungsperson bewusst sein und den eigenen Einflussbereich und unterschiedliche Machtpositionen in der Organisation zu erkennen und besprechbar zu machen. Daraus können erste Schritte der Weiterverfolgung/Transformation in den jeweiligen Bereich erfolgen. Mit Hilfe des Anti-Bias Ansatzes kann es gelingen von der Theorie in die Praxis der Veränderung zu kommen.

Das englische Wort „Bias“ bedeutet übersetzt „Voreingenommenheit“ oder auch „Einseitigkeit“. Der Anti-Bias-Ansatz zielt darauf, strukturelle Schieflagen sichtbar zu machen und Diskriminierungen abzubauen. Diskriminierungen sind Menschenrechtsverletzungen. Daher sind Institutionen, Vereine, Organisationen verpflichtet, sich im Umgang mit Diskriminierung zu professionalisieren.

Mit machtkritischem Blick können Dominanzstrukturen aufgedeckt werden, die eigene Position und Glaubenssätze der Organisation reflektiert und aus einer vielleicht bisher ungewohnten Position kritisch hinterfragt werden. So wird unsere Wahrnehmung für Ungleichheiten geschärft und vieles, was als »normal« gilt, überprüft. Darüber hinaus entwickeln wir Kompetenzen für diversitäts-bewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien in der Organisation. In unserer Arbeit mit dem Anti-Bias-Ansatz verbinden wir gezielt verschiedene Ebenen: die individuelle Beschäftigung mit Vorannahmen, Vorurteilen und Diskriminierungserfahrungen mit der strukturell-institutionellen. So können Strukturen, Abläufe und Praktiken innerhalb des eigenen Arbeitskontextes und der Organisation in den Blick genommen werden.

Anmeldung für Mitarbeiter der PP

Anmeldeschluss: 24.06.2022 

Nr. (bitte angeben)

A 22 07 07

Ort

Online-Seminar
Sie brauchen ein Notebook mit Lautsprecher und Kamera.

Zeitblöcke

Datum Zeit Raum Ort ReferentInnen
28.07.2022 09:00–14:00 Uhr Online-Seminar Anti-Bias-Team
20.09.2022 09:00–12:00 Uhr Online-Seminar Anti-Bias-Team

Zielgruppen

  • Führungskräfte in der PP

Kosten

€ 200,00

Freie Plätze

frei


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